Termine / Fortbildungen

Demokratiefestival 2025 meets Landesnetzwerktreffen

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Hamburg
auf KAMPNAGEL

In Kooperation mit der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS werden wir uns am 11. April 2025 auf KAMPNAGEL treffen. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, planpolitik GbR aus Berlin und weiteren tollen Kooperationspartner*innen ein spannendes, kreatives und buntes Programm anbieten können. Neben den Workshops am Vormittag und dem Landesnetzwerktreffen erwartet euch am Spätnachmittag und Abend ein offenes kulturelles und politisches Rahmenprogramm zu dem ihr ebenfalls herzlich eingeladen seid.

Hier gehts zur Anmeldung:

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Programm

09:00 Begrüßung & Ankommen
9:30 -11:30 Uhr Start der Workshops für Schüler*innen und Pädagog*innen 

11:30 Uhr Pause I

12:00 Uhr Netzwerktreffen Teil I (Austausch, Zielsetzung)
13:30 -14:00 Uhr Pause II
14:00 Uhr Netzwerktreffen Teil II (Präsentation)
15:00 Uhr Verabschiedung für SOR-Schulen und Teilnahme am weiteren Programm

Workshopangebote für Schüler*innen

Workshop Nummer 1:
Mehr als nur Schubladen: Vielfalt erleben, Vorurteile hinterfragen.

Schubladen sind nicht nur ein Teil eines Möbelstücks, sondern auch eine Art, wie wir Menschen und die Welt einordnen. In diesem Workshop erforschen wir, wie Schubladendenken entsteht, welche Rolle Privilegien und Identität dabei spielen und wie wir es überwinden können. Gemeinsam entdecken wir die Stärke der Vielfalt.
Alter: ab 8. Klasse
Referent*innen: Silvia Krempels (Interkulturelle Koordinatorin; STS Blankenese) und Ardil Inak (Lehrer; STS Blankenese)

Workshop Nummer 2:
Remember the past, create the future!

Sind Gedenkorte nur verstaubte Steine oder können sie wirklich etwas bewegen? Wir haben mit unserem Mahnmal „Kinder vom Bullenhuser Damm“ genau das erlebt – und dafür gerade den Bertini-Preis bekommen!
Wir zeigen euch, wie es dazu kam, was es mit uns gemacht hat und wie es jetzt weitergeht.
Aber was denkt ihr? Brauchen wir heute überhaupt noch neue Mahnmale? Oder gibt es andere Wege, um an die Vergangenheit zu erinnern und die Zukunft zu gestalten? In diesem Workshop schauen wir uns auch aktuelle Gedenkorte an, die Themen wie rechtsextreme Gewalt gegen Migrant:innen aufgreifen – und diskutieren, ob sie etwas verändern oder ob Erinnerung auch anders funktionieren kann.
Alter: ab 7. Klasse
Referent*innen: Lauryn Abubakari und Anouk Fischer (Schülerinnen der Brecht-Schule; Mitgieder*innen der Vielfalt-AG) und Eva Pruss Romagosa (Interkulturelle Koordinatorin; Leiterin der Vielfalt-AG an der Brecht-Schule)

Workshop Nummer 3: 
Projekt Akzeptanz: Jüdisch-muslimischer Dialog

Begegnung und Dialog mit einem Menschen jüdischen und muslimischen Glauben. Fragt diese nach ihrem Alltag in Hamburg, ihren Diskriminierungserfahrungen. Lernt mehr über die abrahamitischen Religionen. Anschließend gehen wir der Frage nach – wie entsteht Diskriminierung und was hat das mit Demokratie zu tun. Wir schauen uns einige Artikel des Grundgesetzes an. An realen Fallbeispielen lernt ihr, wie sich Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus zeigt und was Ihr tun könnt, um Betroffene zu unterstützen.
Alter: ab 9. Klasse
Referent*innen: Anna Oestreich und Annette Husten (Projekt Akzeptanz im Kirchenkreis Hamburg West/Süd-Holstein)

Workshop Nummer 4: 
Afrohaare – Kulturelle Bedeutung, Identität & Stolz 

Noch immer gibt es Stereotypen und Vorurteilen, die es zu überwinden gilt. Und noch immer existiert Missachtung und Gewalt gegenüber Menschen mit Afrohaaren.
In diesem Workshop erfährst du mehr über die Geschichte und Hintergründe der Aufrohaare, den National Hair Movement und ihrer Rolle im Kampf um Gleichberechtigung. Nach einem Input, der auch Raum für Austausch und Fragen bieten wird, werden wir gemeinsam Ideen im Umgang mit Diskriminierungsfällen in euren Klassen / Schulen diskutieren.
Triggerwarnung: Dieser Workshop beinhaltet sensible Inhalte. Schwarze Menschen mit traumatischen Diskriminierungserfahrungen und Rassismus können getriggert werden.
Alter: ab 5. Klasse
Referent*innen: Abina Ntim (Anthropologin und Afrohaar-Expertin) und Marla Bassa

Workshop Nummer 5: 
„LGBTIQ*WAS?“ ¯\_(ツ)_/¯

Wofür stehen diese Buchstaben, was heißt nichtbinär und was ist mit Asexualität gemeint? Wir möchten in dem Workshop mit euch die Grundlagen und Begriffe rund um sexuelle und geschlechtliche Vielfalt besprechen und über verschiedene Themen, wie beispielsweise Geschlechterrollen, Vorurteile gegenüber LGBT*QI, Diskriminierung oder auch Coming-Out Erfahrungen ins Gespräch kommen.
Alter: ab 9. Klasse
Referent*innen: Anna Smitderk und/oder Max Sakrewsky (Magnus Hirschfeld Centrum e.V.)

Workshop Nummer 6:
Diskriminierungssensible Peer-Arbeit – Was können wir tun und was wollen wir tun?

In diesem Workshop wollen wir uns mit einem Thema beschäftigen, das uns alle betrifft: Diskriminierung. Wir fragen uns, was das für uns bedeutet und wie wir gemeinsam aktiv werden können.
Wir werden verschiedene Methoden ausprobieren und ins Gespräch kommen. Dabei möchten wir über Vorurteile sprechen, unsere eigenen Meinungen reflektieren und die Perspektiven der anderen hören. Am Ende stellen wir euch hilfreiche Checklisten und Dokumente vor, damit ihr weiter an diesem wichtigen Thema arbeiten könnt.
Alter: ab 5. Klasse
Referent*innen: Selda Akbayır (Beratungsstelle Interkulturelle Erziehung, Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg) und Sıla Renkliçay (Schülerin; Gymnasium Dörpsweg)

Workshop Nummer 7: (Offen für Schüler*innen und Pädagog*innen)
Gemeinsam gegen das Sterben im Mittelmeer
Die Welt steht Kopf und wir mittendrin! Die Zahl der Flüchtlinge weltweit hat sich seit 2015 verdoppelt. Aktuell sind etwa 120 Millionen Menschen auf der Flucht. Das Ziel bei Resqship e.V ist es, Leben zu retten und das Wohlbefinden der Menschen, die auf der Flucht oft schwer traumatisiert sind, zu schützen.
Täglich verlassen Hunderte ihre Heimat, um Krieg, Verfolgung, Gewalt, Folter oder Hunger zu entkommen. Viele stranden in Nordafrika, insbesondere in Libyen und Tunesien, wo sie unter unmenschlichen Bedingungen ausharren müssen. Es wird Raum für Fragen, Ideen und Diskussionen geben – die  aktive Beteiligung von Schülerinnen und Schülern ist ausdrücklich erwünscht.
Alter: ab 5. Klasse
Referent*innen: Ingo Werth (Gründungsmitglied von Seawatch und Kapitän des Hilfsschiffs Nadir von Resqship e.V) und Hansjürgen Menzel-Prachner (Schifffahrtskaufmann und Vorsitzender des Ida Ehre Kulturverein e.V.)

Workshop Nummer 8: 
Zeichen setzen: Mosaike für Vielfalt und Toleranz

Welche Symbole und Bildzeichen für Vielfalt, Respekt und Toleranz kennst du? Was verbindest du mit ihnen und welches ist dir besonders wichtig? In diesem Workshop werden wir uns über die Symbole und Bilder austauschen und gemeinsam ein Zeichen setzen für Vielfalt und Toleranz. Wir arbeiten dazu mit unterschiedlichen Mosaiksteinen sowie Fliesenbruch, Zange, Kleber und ggf. Fugenmörtel.
Alter: ab 3. Klasse bis 8. Klasse
Referentin: Monika Seif (Dipl. Designerin und zertifizierte Mosaikexpertin)

Workshop Nummer 9:
Mit Rap für Toleranz und gegen Rassismus

Tauche ein in die faszinierende Welt des Rap! In diesem Workshop wirst du nicht nur über den Ursprung und die Geschichte dieses kraftvollen Genres erfahren, sondern auch die besonderen Techniken kennenlernen, die Rap zu einer einzigartigen Kunstform machen. Lass deiner Kreativität freien Lauf, während du eigene Strophen schreibst, die für Toleranz stehen und gegen Rassismus kämpfen.
Du wirst die Möglichkeit haben, deinen Text am Mikrofon einzuüben und deine Stimme zu erheben!
Alter: 
ab 3. Klasse bis 6. Klasse
Referent: André Schnabel (Rapper & Rap Dozent)

Workshop Nummer 10:
Starke Stimmen: Argumentationstraining gegen rechte Parolen

Rechte und rechtsextreme Parolen begegnen uns immer wieder im Alltag – ob in der Schule, im Bus oder im Netz. In diesem Workshop lernen die Schüler:innen, wie sie diese Parolen erkennen und sich in einfachen Worten dazu positionieren können. Dabei stehen
vor allem praktische Übungen und alltagstaugliche Gesprächstechniken im Fokus. Der Workshop bietet eine Mischung aus theoretischem Input und interaktiven Übungen, die den Teilnehmenden helfen, ihre Position selbstbewusst und klar zu vertreten.
Alter: ab 10. Klasse
Referent: Team von planpolitik GbR

Workshopangebote für Pädagog*innen

Workshop Nummer 1:
Den Klassenrat diskriminierungskritisch gestalten

Der Klassenrat ist die Keimzelle einer aktiven Schüler*innenpartizipation. Hier bekommen die Schüler*innen die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorschläge zum Schulalltag, aber auch zum System Schule einzubringen und so aktiv zu gestalten. Wir werden uns in dem Workshop anschauen, wie der Klassenrat grundsätzlich funktioniert, um dann einen Blick auf eine diskriminierungskritische Gestaltung zu richten.
Referent: Lennart Harnischfeger (Demokratiepädagogik im Referat Gesellschaft/ LI Hamburg; Verbindungslehrer der Schüler*innenkammer Hamburg)

Workshop Nummer 2:
Politische Bildung in populistischen Zeiten
Populismus zeichnet sich durch eine „Wir gegen die“-Rhetorik aus, bei der oft einfache Antworten auf komplexe Fragen gegeben werden. In der politischen Bildung stellt sich die Frage, wie man mit populistischen Aussagen umgeht, ohne ihnen ungewollt eine Plattform zu bieten oder sich in endlosen Widerlegungen zu verlieren. Ein besonderes Problem besteht darin, dass populistische Aussagen häufig mit Emotionen und Provokationen arbeiten, die rationaler Argumentation schwer zugänglich sind. Wie gehen wir in Schule damit um? Reihenweise werden Veranstaltungen abgesagt – und das schauen wir uns gemeinsam an. 
Referent: Christoph Berens (Demokratiepädagogik im Referat Gesellschaft / LI Hamburg; BERTINI-Preis)